Jeden Tag motiviert sein – wie geht das?


Gerade im Vertrieb ist es wichtig, sich immer wieder aufs Neue selbst motivieren zu können.  Nur wer es schafft, dass sich sein eigener Zustand als auch der des Kunden zum Positiven verändert, wird langfristig erfolgreich verkaufen.

Doch wie kann man seinen und den Zustand der Kunden so ändern, dass eine positive Atmosphäre entsteht?

Wir unterscheiden grundsätzlich zwei Arten von Zuständen: lähmende und beflügelnde.

Zustände

Lähmende Zustände sind hemmend und entstehen beispielsweise durch Angst, Unsicherheit, Trauer, Sorge oder Ärger. In einem solchen Zustand werden nicht alle Kräfte freigesetzt und somit nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die normalerweise zur Verfügung stehen.

Erfolg, Begeisterung, Wertschätzung, Anerkennung, Freude und Sicherheit sind Beispiele dafür, wie beflügelnde Zustände hervorgerufen werden können. In einem solchen Zustand sind Menschen nachgewiesenermaßen kreativer, ideenreicher sowie schneller in der Erfassung und im Handeln.

Eine wesentliche Rolle für das Zustandsmanagement spielt auch das Wissen, wie äußere Kommunikation wirkt. Psychologische Studien – wenn auch höchst umstrittenen, wie die des US-Psychologen Albert Mehrabian aus dem Jahr 1967 – zufolge, setzt sich die äußere Kommunikation wie folgt zusammen:

  • 55 % aus der Körpersprache,
  • 38 % aus der Stimme und
  • 7 % aus den Worten (also dem Inhalt).

Demzufolge wirken mehr als 90 Prozent unbewusst und somit direkt auf die Emotionssysteme.

Diese äußere Kommunikation wirkt nicht nur nach außen. Sie wirkt auch auf jeden selbst – also nach innen!

Versuchen Sie doch beispielsweise einmal folgendes: Stellen Sie sich aufrecht mit erhobenem Kopf und durchgedrückten Rücken lächelnd vor einen Spiegel und sagen laut und deutlich “Mir geht es schlecht!“. Was passiert? Bekommen Sie den Satz ohne Problem über die Lippen? Fühlen sich Ihre Worte und Ihre Körperhaltung stimmig an?

Viele meiner Teilnehmer berichten hier, dass es ihnen nicht möglich war, den Satz ohne ein inneres Lächeln zu sagen. Einige bekamen diesen Satz überhaupt nicht über die Lippen – zumindest nicht in dieser Körperhaltung!

Wie hilft nun dieses ganze Wissen weiter, sich und die Kunden in einen positiven Zustand zu versetzen?

Bringen Sie Ihren Körper in die richtige Haltung, dann ist der erste Schritt zu einem positiven Gesamtzustand getan. Das Beachten der Körperhaltung ist der einfachste Weg zu einem positiven Zustand.

Wenn wir dieses Wissen mit dem Wissen verknüpfen, dass unser Unterbewusstsein nicht zwischen Wirklichkeit und unseren Vorstellungen unterscheiden kann (siehe auch Blog-Beitrag: Misserfolge – gibt es die überhaupt?), können wir leicht unseren eigenen Zustand ins Positive verändern.

Mit den richtigen Bildern oder Geschichten im Kopf können wir uns noch weiter in einen positiven Zustand bringen. Unser Gehirn wird glauben, dass diese Bilder oder Geschichten Wirklichkeit sind, wenn sie positiv sind und uns emotional berühren.

Bei Kundengesprächen gehen Sie möglichst mit gutem Beispiel voran. Achten Sie anfangs besonders auf Ihre Körperhaltung! Wenn Sie mit dem Kunden sprechen, bringen Sie ihn in einen beflügelnden Zustand, indem Sie ihn wertschätzen, loben und Sicherheit vermitteln. So sollte es Ihnen leicht fallen, das für eine gute Kommunikation notwendige Vertrauen aufzubauen.

Viel Erfolg!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.